Öffentlichkeitsarbeit

Minilogo von Job4Handicap e.V.: Barrierefreiheit, Vielfalt, Chancengleicheit
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Auszug Pressemeldungen

Perspektive Mensch im Saarländischen Wirtschaftsministerium

(4.4.2011) Besondere Einblicke in die Lebenswelt behinderter Menschen vermittelt die vom gemeinnützigen Verein Job4Handicap e.V. zusammengestellte dokumentarische Ausstellung „Perspektive Mensch“, die vom 4. bis zum 16 April 2011 im Atrium – Haus der Wirtschaftsförderung zu sehen sein wird. „Wir wollen mit unserer Ausstellung auf das Problem der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Körperbehinderte stehen dabei im Mittelpunkt. Die meisten Behinderungen sieht man allerdings nicht. Die Exponate behandeln Themen wie Armut, Mobilität, Lebensfreunde, Inklusion, Barrieren, Selbstbestimmung und Diskriminierung.“, sagt Mike Stilz 1. Vorsitzender von Job4Handicap.

Schwerpunkte der Tätigkeit von Job4Handicap e.V. sind die Eingliederung von Menschen mit Handicap ins Erwerbsleben sowie Sozialbeistandschaften bzw. Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Beeinträchtigungen. Sozialbeistandschaften bzw. die Eingliederungshilfe ebnen in vielen Fällen den Weg zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ein wesentliches Element der gesellschaftlichen Eingliederung ist in einer Arbeits- und Leistungsgesellschaft nach Auffassung von Job4handicap e.V. die Teilhabe am regulären Arbeitsleben und die Chance, auch seinen Lebensunterhalt selbst erarbeiten zu dürfen. Die Förderung der Beschäftigung auf regulären Arbeitsplätzen muss daher nach Ansicht von Stilz gegenüber der Beschäftigung in besonderen Einrichtungen Vorrang haben. „Unsere Beobachtungen anhand mehrerer behinderter Menschen, die wir in Arbeit gebracht haben, zeigen, dass Menschen mit Behinderungen sehr wohl leistungsfähig sind, wenn sie auf einem geeigneten Arbeitsplatz eingesetzt werden“, beschreibt Mike Stilz die Erfahrungen des Vereins. Die Gespräche, die Job4Handicap e.V. mit vielen Arbeitgebern geführt hat, offenbaren, dass auf Arbeitgeberseite sehr wohl ein Gefühl der sozialen Verantwortung und die Bereitschaft, mehr behinderte Menschen zu beschäftigen, vorhanden sind. Stilz wünscht sich hier eine stärkere Unterstützung von Betrieben, die Behinderte einstellen wollen. Dies kann beispielsweise in Form von Beratungsangeboten, Hilfen zu den Investitionskosten für Behindertenarbeitsplätze und dauerhaften Zuschüssen zu den Lohnkosten bestehen. „Unternehmer, die bereit sind, soziale Verantwortung zu tragen und behinderte Menschen zu beschäftigen – insbesondere solche, die leistungsgemindert sind – dürfen nicht allein gelassen werden. Zu denken wäre etwa an eine Förderung, wie sie heute Werkstätten für Behinderte erhalten“, meint Stilz. So könnten einige Werkstattbeschäftigte mit entsprechender Förderung in der freien Wirtschaft eine Beschäftigung finden. Hier könnte das trägerübergreifende Persönliche Budget ein gutes Instrument sein. Eine generell falsche Vorstellung von Teilhabe ist nach Auffassung von Job4Handicap eine Beschäftigung in Sondereinrichtungen. „Sondereinrichtungen sondern aus und gliedern nicht ein“, meint Stilz. Ein richtiger Weg ist die Inklusion in den Schulen. Dieser Weg sollte auch im späteren Berufsleben beibehalten werden.

Selbstbestimmung – aber wie?
Job4Handicap informiert beim
1. bundesweiten Tag des Persönlichen Budgets

Bundesweiter Budgettag am 16.10.2010, Job4Handicap war dabei.(12.10.2010) Am Samstag, den 16. Oktober 2010 von 12 Uhr bis 17 Uhr informiert Job4Handicap e.V. über das Persönliche Budget. Anlass ist der 1. Bundesweite Budgettag, der vom Kompetenzzentrum Persönliches Budget des PARITÄTISCHEN in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales koordiniert wird. Die Schirmherrschaft des Budgettages hat die Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen übernommen.

Job4Handicap ist vor den psychiatrischen Kliniken in Saarbrücken (SHG Sonnenberg), Neunkirchen und Homburg präsent. Auch erhalten Interessierte an diesem Tag im Vereinsheim in Mandelbachtal persönliche Informationen.

Oft ist es für die Menschen mit Behinderungen nicht einfach, ein persönliches Budget bewilligt zu bekommen bzw. die geeigneten Unterstützungsangebote ausfindig zu machen. In solchen Fällen hilft Job4Handicap e.V.

Beim ambulanten Arbeitstraining darf nicht gespart werden

(15.9.2010) Scharf verurteilt hat der gemeinnützige Verein Job4Handicap e.V. die Streichung der Aufwandsentschädigung für seelisch beeinträchtigte Menschen, die an einem ambulanten Arbeitstraining teilnehmen. Mehr...

"Perspektive Mensch"- Bilder die für sich sprechen

(24.8.2010) Job4Handicap e.V. lädt am 05.09 zur dokumentarischen Ausstellung „Perspektive Mensch“. Mehr...

Persönliches Budget – im Saarland weitgehend unbekannt

(4.1.2010) Das Persönliche Budget als Leistungsform wird auch zwei Jahre nach Einführung des Rechtsanspruchs im Saarland kaum in Anspruch genommen. Dabei bietet es gegenüber Sachleistungen deutliche Vorteile. Mehr...

Das Persönliches Budget - Informationsveranstaltung für am 12.6. um 15 Uhr im Bürgerhaus Ottweiler-Lautenbach

(26.5.2008) Zur Information über das Thema Persönliche Budget für Menschen mit Behinderungen findet am 12.6. ab 15 Uhr eine öffentliche Informations-veranstaltung im Bürgerhaus Ottweiler-Lautenbach (Schönbachstr. 7) statt. Veranstalter sind der EU Antidiskriminierungsverband e.V., Job4Handicap e.V. und der Behindertenbeauftragte der Stadt Ottweiler, Ralf Georgi. Die Vortragsveranstaltung ist Bestandteil des Projekts „Netzwerk Persönliches Budget“ des EU Antidiskriminierungsverbandes e.V. Mehr...

Job4Handicap informiert, wie Arbeitgeber von Mitarbeitern von Behinderungen profitieren können

(3.5.2008) Job4Handicap lädt Interessierte zur Informationsveranstaltung ins Salzbrunnenhaus nach Sulzbach (SZ vom 3./4. Mai 2008). Mehr...

Job4Handicap hilft Menschen mit Behinderungen bei der Jobsuche

(19.1.2008) Die Saarbrücker Zeitung berichtet über unser Projekt "Arbeitsvermittlung für Behinderte in Sulzbach". Mehr...

Job4Handicap will mehr Behinderte
aus Sulzbach in Arbeit bringen

(11.1.2008) Der gemeinnützige Verein Job4Handicap e. V. startet ein neues Projekt zur nachhaltigen Arbeitsintegration von behinderten Menschen in Sulzbach. Mehr...

Sozialkaufhaus im Saarland:
Unsere Ideen und Konzepte sind übernommen worden

(4.12.2007) Job4Handicap e. V. hat in den vergangenen Monaten versucht ein Sozialkaufhaus zu realisieren. Um erfolgreich zu sein, muss man sich an den Bedürfnissen der potenziellen Kunden orientieren. Mehr...

 

Kleiderkammern und Gebrauchtwarenläden
sind keine Sozialkaufhäuser

(20.6.2007) Job4Handicap plant das erste echte Sozial-Kaufhaus im Saarland. Mehr...

Menschen mit Behinderung stehen
in St. Wendel nicht im Abseits

(8.2.2006) Seit Dezember 2005 können gehandicapte Menschen in St. Wendel und Umgebung bezüglich Ihrer beruflichen Situation wieder positiver in die Zukunft blicken. Job4Handicap e.V. führt Menschen mit Behinderung in die Erwerbstätigkeit . Mehr...

Job4Handicap vermittelt Arbeitslose

Der SR berichtet über die Arbeitsvermittlung Job4Handicap e.V.

Aktueller Bericht im SR-Fernsehen vom 02.11.2005 Thema: Erfahrung mit Vermittlungsgutscheinen Videoclip (2,78MB)

 

 

 

 

Beim ambulanten Arbeitstraining darf nicht gespart werden

zurück (15.9.2010) Scharf verurteilt hat der gemeinnützige Verein Job4Handicap e.V. die Streichung der Aufwandsentschädigung für seelisch beeinträchtigte Menschen, die an einem ambulanten Arbeitstraining teilnehmen.

Die bisher gezahlte Entschädigung von hundert Euro wurde vor kurzem ersatzlos gestrichen. Dass gerade bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die wieder im Erwerbsleben Fuß fassen wollen, gespart wird, kann man bei Job4Handicap nicht verstehen: „Das ambulante Arbeitstraining ist hocheffizient und kostet im Vergleich zu anderen Maßnahmen wenig. Wieso streicht man ausgerechnet hier? Wer unter erschwerten Bedingungen wieder ins Erwerbsleben einsteigt, verdient auch eine entsprechende Aufwandsentschädigung“, betont Mike Stilz, 1. Vorsitzender von Job4Handicap e.V. Beim Verein, der Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen im Rahmen der ambulanten Eingliederungshilfe unterstützt, kennt man die Problematik. „Einige Klienten von uns waren oder sind Teilnehmer in einem solchen Training. Wir wissen aus Erfahrung, dass eine besondere Förderung den Eingliederungserfolg erhöht. Anstatt kontraproduktiv zu sparen, sollte man intelligent fördern“, so Stilz.

Ebenfalls auf Unverständnis stößt die unklare und ungewisse Finanzierung des ambulanten Arbeitstrainings aus mehreren Quellen, insbesondere in der Zukunft. Mike Stilz: „Anstatt dem ambulanten Arbeitstraining entsprechend seiner Bedeutung einen Rang im Rahmen der Eingliederungshilfe zu geben, finanziert man es aus einem auslaufenden Sonderprogramm und indirekt aus kommunalen Mitteln. Das ist alles andere als eine vernünftige Dauerlösung.“

Bilder die für sich sprechen

zurückJob4Handicap e.V. lädt am 05.09 zur dokumentarischen Ausstellung „Perspektive Mensch“

Seit mehreren Jahren hilft der gemeinnützige Verein Job4Handicap e. V. Menschen mit seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen u. a. durch Sozialbeistandschaften, persönliche Unterstützung und Beratung sowie Hilfen beim Finden einer geeigneten Beschäftigung.

Mit einer ganz besonderen Aktion macht der Verein nun auf das Problem der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aufmerksam. Unter dem Motto „Perspektive Mensch“ werden in Form einer dokumentarischen Ausstellung Fotos und Grafiken von Menschen mit Handicap gezeigt, die sich mit der Thematik sozialer Inklusion beschäftigen. „Die Ausstellung soll Denkanstöße zum wichtigen sozialen Thema Teilhabe von Menschen mit Handicap liefern. Perspektive Mensch eröffnet im buchstäblichen Sinn Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit Handicap. Wir zeigen Bilder, die für sich selbst sprechen“, sagt Mike Stilz, 1. Vorsitzender von Job4Handicap e.V.

Die Exponate behandeln Themen wie Armut, Mobilität, Lebensfreunde, Inklusion, Barrieren, Selbstbestimmung und Diskriminierung.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag den, 05.09.2010 von 12 bis 15 Uhr Mandelbachtal 66399 Erfweiler-Ehlingen, Ballweilerstrasse 16a statt. Zur Vernissage sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos. Die Ausstellung wird dann länderübergreifend im benachbarten Frankreich, in Luxemburg und natürlich im Saarland zu sehen sein. In YouTube wird die Eröffnung der Ausstellung für alle, die nicht teilnehmen können, im Internet veröffentlicht.

Persönliches Budget – im Saarland weitgehend unbekannt

zurück(4.1.2010) Das Persönliche Budget als Leistungsform wird auch zwei Jahre nach Einführung des Rechtsanspruchs im Saarland kaum in Anspruch genommen. Dabei bietet es gegenüber Sachleistungen deutliche Vorteile.

Als bedauerlich hat der Vorsitzende von Job4Handicap e.V., Mike Stilz; die Tatsache bezeichnet, dass das Persönliche Budget im Saarland noch weitgehend unbekannt und daher selten genutzt wird. „Gerade das Persönliche Budget eröffnet dem behinderten Menschen eine echte Wahlfreiheit zwischen Unterstützungsangeboten. Auch ist es nun möglich individueller auf den besonderen Bedarf einzugehen. Wo früher ein Pauschalangebot bzw. eine Sachleistungen nicht das Mittel der Wahl schien, kann man heute theoretisch eine individuelle Hilfestruktur um jemand herumbauen“, so Stilz.
Allerdings bringe die Möglichkeit, ein persönliches Budget sachgerecht zu beantragen und zu verwalten, einige zusätzliche Anforderungen an den Leistungsberechtigten mit sich. Es mangele diesem nicht selten an sozialrechtlichen und sonstigen Kenntnissen bezüglich der Wege, um notwendige und sinnvolle Hilfen zu erhalten. Weiterhin fehle dem Anspruchsberechtigten in aller Regel ein Überblick welche Leistungen auch budgetfähig seien. Dies alles führe zur weitgehenden Unkenntnis der Möglichkeiten.
„Wir werden sehr oft auf das Thema Persönliches Budget angesprochen. Die Leute wenden sich an uns, selbst wenn sie vorher bereits bei anderen Leistungsträgern nachgefragt haben“, sagt Stilz. Er sieht in Punkto Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit dem Persönlichen Budget einen deutlichen Nachholbedarf. „Es gab zur Einführung des Rechtsanspruchs auf ein Persönliches Budget zu Beginn des Jahres 2008 einige Aktivitäten. Unsere Erfahrung zeigt, dass das nicht ausgereicht hat, um das Persönliche Budget bekannter zu machen. Schade wäre es, wenn diese sinnvolle Leistungsform weiterhin nur eine Randerscheinung wäre“.

Unsere Ideen und Konzepte sind übernommen worden

zurück(4.12.2007) Der gemeinnützige Verein Job4Handicap begrüßt die derzeit stattfindende Diskussion über die Einrichtung von Sozialkaufhäusern in St. Ingbert und Saarlouis. „Wir haben diese Diskussion im Saarland mit angestoßen und den Stadtverwaltungen von St. Ingbert und Saarlouis eigene Konzepte vorgelegt, wie so etwas zu organisieren wäre“, sagt Mike Stilz, Vereinsvorsitzender von Job4Handicap e.V.

Mike Stilz hält besonderes Know-how für dringend notwendig, um eine Sozialkaufhaus zu realisieren. „Es kann nicht darum gehen, irgendeine Einrichtung zu eröffnen, damit man sagen kann, man hat etwas getan. Entscheidend ist, dass man die Bedürfnisse seiner potenziellen Kunden genau kennt und das Sozialkaufhaus entsprechend konzipiert.“ Eine Orientierung auf Kundenbedürfnisse hin sei bei den heute schon existierenden Möbel- und Kleiderkammern im Saarland kaum der Fall.

Zur Entwicklung des eigenen fachlichen Konzepts hat Job4Handicap andere Sozialkaufhäuser in Deutschland besucht und auch eine eigene Marktanalyse durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse wurden der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Derzeit befürchtet man beim Verein, dass der offene Umgang mit Erkenntnissen und Ideen von bestimmten Organisationen für eigene Zwecke verwendet werden könnte. „Wir sind mit den Ergebnissen unserer Recherchen teilweise sehr offen umgegangen, weil wir eine fachlich und sozialpolitisch fundierte Diskussion über Sozialkaufhäuser im Saarland anregen wollten. Wir waren auch die ersten, die die Grundidee im Saarland in die Diskussion brachten. Sollten andere der Meinung sein, unsere Ideen als ihre eigenen ausgeben zu wollen, so halten wir das für wenig kollegial“, betont Stilz.

Kleiderkammern und Gebrauchtwarenläden
sind keine Sozialkaufhäuser

zurück(20.6.2007) Job4Handicap plant erstes echtes Sozialkaufhaus im Saarland

Die geltenden Regelsätze sind nach Auffassung des gemeinnützigen Vereins Job4Handicap e.V. für die Beschaffung der notwendigen Güter auf dem freien Markt nicht ausreichend. Sozialkaufhäuser könnten den Mangel an Kaufkraft durch preisgünstige Waren und Dienstleistungen ausgleichen und gleichzeitig attraktive und sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitslose schaffen.

Am Beginn einer Unternehmung, das gilt auch für soziale Kaufhäuser, steht üblicherweise neben einer abstrakten Bedarfsfeststellung eine konkrete Marktanalyse, welche Aufschlüsse über Markt und Kundenwünsche sowie die tatsächlich zu erwartende Nachfrage gibt.

Sozialkaufhaus Brauhbar in Würzburg„Ein Sozialkaufhaus darf nicht ins Blaue hinein als reines Beschäftigungsprojekt für Arbeitslose geplant werden. Es muss sich am tatsächlichen Bedarf bzw. an der Nachfrage der Käufergruppen orientieren“, so Michael Botzet von Job4Handicap e.V.
Um genaue Erkenntnisse über die Bedürfnisse bzw. die Nachfrage von Sozialleistungsempfängern zu erhalten hat der Verein in den vergangenen Monaten verschiedene Sozialkaufhäuser in Deutschland besichtigt und auch Experten- und Betroffenenbefragungen durchgeführt.

„Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen, dass man bestimmte Dinge berücksichtigen muss, damit ein solches Sozialkaufhaus auch erfolgreich ist. Hierzu gehören eine gewisse Mindestgröße, ein einigermaßen breites Warenangebot, eine genau auf die Nachfrage ausgerichtetes Sortiment sowie eine Öffnung des Warenhauses für jedermann um eine Stigmatisierung als 'Sozialfall' zu verhindern. Eine Kleiderkammer oder ein Möbellager oder ein Laden mit kleinem, unattraktivem Angebot erfüllt keinesfalls die Standards, die für ein echtes Sozialkaufhaus wichtig sind.“, so Botzet.

Job4Handicap wird in den kommenden Wochen verschiedenen Kommunen und Behörden ein ausführliches Konzept für ein Sozialkaufhaus im Saarland vorlegen.

Nach Meinung von Botzet unterscheidet sich das Konzept von Job4Handicap deutlich von anderen bereits bestehenden Gebrauchtwarenläden. „So, wie wir uns das vorstellen, wird die Sache für das Saarland etwas völlig Neues. Wir werden sehen, wie hier die Interessenslagen sind und ob wir mit unseren Ideen durchdringen werden.“

Menschen mit Behinderung stehen
in St. Wendel nicht im Abseits

zurückDie gemeinnützige Trägergesellschaft Job4Handicap e.V. führt seit Dezember letzten Jahres in Zusammenarbeit mit der optierenden kommunalen Arbeitsmarktförderung in St. Wendel eine Maßnahme durch, die dazu dient, behinderten Menschen den Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit zu erleichtern und die Chancen am ersten Arbeitsmarkt zu verbessern.

Erste Gespräche innerhalb der Gruppe haben gezeigt, dass bezüglich der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und der Vorgehens- bzw. Verhaltensweise bei Vorstellungsgesprächen viele vermeidbare Fehler gemacht werden.
Auch die Motivation der Teilnehmer, weiterhin Bewerbungsunterlagen zu erstellen und zu versenden, ist aufgrund der Vielzahl von Absagen stark gesunken. Absagen sind nicht sehr motivierend.

Job4Handicap e.V. weiß, dass nicht allein die derzeitige schlechte Situation am Arbeitsmarkt der Hauptgrund der vielen Absagen auf Bewerbungen bedeutet.
Oftmals sind schlecht und unvorteilhaft erstellte Bewerbungsunterlagen sowie eine mangelhafte Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche die Hauptgründe, die einen Bewerber vorzeitig aus dem Rennen werfen. Hier bietet Job4Handicap e.V. durch sein speziell entwickeltes Schulungskonzept „Ich-Marketing“ Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Teilnehmer lernen in Einzel- und Gruppengesprächen die einzelnen Faktoren, die bei einer Bewerbung eine große Rolle spielen, genau kennen.
Sie lernen, ordentliche und erfolgsorientierte Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Darüber hinaus erlernen Sie, Stellenanzeigen zu lesen und ihre Stärken innerhalb der Bewerbung hervor zu heben.

Die Teilnehmer werden auch individuell auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. Durch den Einsatz multimedialer Techniken erfahren die Teilnehmer, dass ein angenehmes Erscheinungsbild und ein selbstbewusstes Auftreten die Einstellungschancen erheblich verbessern. In praktischen Übungen werden hierbei Situationen eines Vorstellungsgespräches geübt, Fehler analysiert und behoben.
Doch nicht nur in der Theorie lernen die Teilnehmer, ihre Defizite zu beseitigen. Auch der praktische Umgang mit dem Telefon wird geschult. Innerhalb der Gruppenarbeit werden aktuelle Stellenausschreibungen recherchiert und diesbezügliche Informationen zum entsprechenden Unternehmen von den Teilnehmern telefonisch erfragt. Durch diese praktischen Übungen verlieren die Teilnehmer ihre Angst, sich telefonisch zu bewerben.

Erste Ergebnisse dieser praktischen Übungen liegen bereits vor. Eine der beiden Teilnehmerinnen konnte aufgrund ihres Engagements bei Firma Tintenklecks in St. Wendel ein vierwöchiges Praktikum absolvieren, das nun zum 01.Februar in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis umgewandelt wurde. Auch die zweite Teilnehmerin hat bereits eine Zusage zu einem erfolgsversprechenden Praktikum.

Die Erfahrung und die Erfolge von Job4Handicap e.V. zeigen, dass eine Behinderung kein Einstellungshindernis sein muss. Unternehmen haben die Möglichkeit, bezüglich der Einstellung von gehandicapten Menschen besondere Fördergelder zu erhalten. Job4Handicap e.V. steht hierbei Unternehmen bei der Beantragung dieser Fördermöglichkeiten zur Seite und unterstützt bei der Klärung der Formalitäten mit den jeweiligen Ämtern.
Besonderer Dank gilt Frisörin Heike Hell aus Niederlinxweiler, die durch einen kostenlosen Haarschnitt das Erscheinungsbild der Teilnehmer optimiert hat. Auch danken wir Herrn Leis von der Firma Landwehr in St. Wendel für sein soziales Engagement. Die unentgeltliche Erstellung von Bewerbungsfotos war für die Teilnehmer äußerst hilfreich. Durch die Neuerstellung von optimalen Bewerbungsunterlagen konnten bereits mehrere Vorstellungsgespräche vereinbart werden.

Job4Handicap e.V. hofft, dass diese Vorstellungsgespräche auch zur Einstellung führen.

Job4Handicap e.V., Hedestraße 20, 66606 St. Wendel   Tel: 06851 / 80 60 170

zurückJob4Handicap will mehr Behinderte aus Sulzbach in Arbeit bringen

Der gemeinnützige Verein Job4Handicap e. V. startet ein neues Projekt zur nachhaltigen Arbeitsintegration von behinderten Menschen in Sulzbach „Trotz Schwerbehindertenabgabe und trotz besonderer Förderung sind behinderte Menschen immer noch besonders auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt“, sagt Mike Stilz, Vorsitzender von Job4Handicap e.V. Um die Beschäftigungschancen für behinderte Menschen aus dem Sulzbacher Raum zu verbessern hat der gemeinnützige Verein ein neues Projekt in Sulzbach begonnen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Behinderten bietet Job4Handicap persönliche Beratung und Coaching mit dem Ziel einer möglichst passgenauen Vermittlung in eine Erwerbsarbeit vorzugsweise auf dem ersten Arbeitsmarkt an. Beratung und Unterstützung erhalten Behinderte auch bei der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit. Das Projekt wendet sich auch an Unternehmen. „Wir wollen Arbeitgeber für das Problem sensibilisieren und beraten und so die Bereitschaft wecken, mehr behinderte Menschen zu beschäftigen“, sagt Michael Botzet, der für das Sulzbacher Projekt zuständige Mitarbeiter von Job4Handicap. Seiner Ansicht nach muss eine Behinderung nicht unbedingt auch eine Minderung der Leistungsfähigkeit bedeutet: „Wenn ein behinderter Mensch auf einem für ihn geeigneten Arbeitsplatz eingesetzt wird, dann kann es sein, dass er trotz Schwerbehinderung zu hundert Prozent und auf Dauer leistungsfähig ist“, sagt Botzet. Häufig sei Behinderten sogar die eigene Leistung besonders wichtig. „Eine hohe Arbeitsmotivation ist oft gerade bei Menschen anzutreffen, die sonst ein Handicap haben“, berichtet Botzet seine einschlägigen Erfahrungen.

Informationsveranstaltung Persönliches Budget zurück

Zur Information über das Thema Persönliche Budget für Menschen mit Behinderungen findet am 12.6. ab 15 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Ottweiler-Lautenbach (Schönbachstr. 7) statt. Veranstalter sind der EU Antidiskriminierungsverband e.V., Job4Handicap e.V. und der Behindertenbeauftragte der Stadt Ottweiler, Ralf Georgi. Als Referenten werden Herr Alfred Wulff, Referatsleiter im Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie Herr Thomas Jungfleisch vom Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz über das Thema Persönliches Budget informieren und für Fragen zu Verfügung stehen.

Die Vortragsveranstaltung ist Bestandteil des Projekts „Netzwerk Persönliches Budget“ des Job4Handicapes e.V. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, Menschen bei der Inanspruchnahme des Persönlichen Budgets durch Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen. In den kommenden Monaten soll ein ehrenamtliches Selbsthilfe-, Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk im Saarland entstehen.

Durch das Persönliche Budget haben Betroffene die Möglichkeit, sich, anstatt eine Dienst- oder Sachleistung in Anspruch zu nehmen, einen Geldbetrag – das so genannte Persönliche Budget - auszahlen zu lassen, mit dem sie selbst die notwendige Hilfe und Unterstützung beschaffen können. Im Prinzip können Leistungsberechtigte durch das Persönliche Budget selbst entscheiden, welche Hilfen sie im Einzelnen, in welchem Umfang und von wem in Anspruch nehmen.

Das Persönliche Budget wird von Experten als Teil eines Systemwechsels von institutionell geprägten Hilfstypen zu mehr individuelleren und personenzentrierten Hilfeformen betrachtet. „Das Persönliche Budget ist ein wichtiger Meilenstein der Behindertenpolitik. Nachdem einige europäische Länder diese Leistungsform schon seit längerem kennen, wird das Persönliche Budget nun auch Bestandteil der Leistungserbringung in Deutschland. In der Praxis muss sich die neue Leistungsform noch allgemein etablieren“, sagt Michael Botzet, Pressesprecher von Job4Handicap e.V.


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